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Sternsteinhof

Sternsteinhof (1976)



Bewertung: 7.0/10

INHALT

In einem kleinen österreichischen Dorf lebt Leni, die Tochter eines armen Tagelöhners. Als ihr Vater bei seiner gefährlichen Arbeit für den Großbauern des Sternsteinhofs tödlich verunglückt, schwört Leni, einmal zu den Reichen und Mächtigen zu gehören. Tatsächlich verliebt sich Toni, der Erbe des Sternsteinhofes, in sie – der Beginn ihres gesellschaftlichen Aufstiegs, den Leni mit allen Mitteln verfolgt. Ein österreichisches Dorf um 1900: Es wird ganz vom Sternsteinhof, einem mächtigen Anwesen hoch auf dem Berg, beherrscht. Der Großbauer, dem der Hof gehört, zwingt die arme Bevölkerung zu unmenschlichen Anstrengungen, so auch den Vater der kleinen Leni. Bei einem gefährlichen Auftrag verunglückt Lenis Vater tödlich. Am Tag seiner Beerdigung erkennt Leni zum ersten Mal den Unterschied zwischen „denen da oben“ und „denen da unten“ und schwört, einmal zu den Reichen und Mächtigen zu gehören. Jahre später: Leni ist zu einem bildschönen Mädchen herangewachsen. Ihr Plan verläuft nach Wunsch: Tatsächlich fängt Toni, der Erbe des Sternsteinhofes, bei ihrem ersten Auftritt im Dorf Feuer. Kühl berechnend entzieht sie sich ihm, bis er ihr ein schriftliches Heiratsversprechen gibt – für Leni der ersehnte Schlüssel zum Sternsteinhof. Doch der Sternsteinhofbauer bleibt hart, als das schwangere Mädchen auf Einlösung pocht. Er schickt seinen Sohn zum Militär und droht mit Enterbung, sollte er die Tagelöhnerin zur Frau nehmen. Doch Leni ist zu allem entschlossen, selbst wenn sie für ihren Lebenstraum buchstäblich über Leichen gehen muss. Hans W. Geißendörfers mehrfach ausgezeichnetes Heimatdrama entstand nach dem gleichnamigen 1885 erschienenen Bauernroman des österreichischen Schriftstellers Ludwig Anzengruber (1839–1889), dessen sozialkritisches Werk zu den Vorläufern des Naturalismus zählt. Auch andere Anzengruber-Stoffe wie „Der Meineidbauer“, „Der Schandfleck“ oder „Der Pfarrer von Kirchfeld“ wurden – oft mehrmals – verfilmt. Für Regisseur Geißendörfer wurde „Sternsteinhof“, der 1975 in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk entstand, zum Durchbruch als Kinoregisseur. Vorher war der Autodidakt vor allem mit experimentierfreudigen und eigenwilligen Fernsehproduktionen aufgefallen, etwa „Der Fall Lena Christ“, „Rosen für Jane“ und „Eltern“. Sein Kinodebüt brachte Geißendörfer ein Filmband in Silber ein. Ulrike Luderer konnte sich als Darstellerin des Sepherl mit einem goldenen Filmband schmücken.

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